MVZ Kirchheim - Abteilung Chirurgie
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Die Erklärung des Begriffs Aussenbandriss lautet:

Aussenbandriss
Außenbandriß des Sprunggelenkes
Der Außenbandriß des Spunggelenkes eine der häufigsten Sportverletzungen überhaupt. Aufgrund der teilweise wenig ausgeprägten Symptomatik wird sie häufig nicht konsequent behandelt. Ungünstige Behandlungsergebnisse bis zu 25 % der Fälle sind beschrieben. Gefürchtet ist vor allem die verbleibende wiederholte Umknickneigung des Knöchels. Damit ist die sportliche Belastbarkeit von Freizeit- und Leistungssportler vermindert. Endzustand kann die Entwicklung einer Arthrose des Sprunggelenkes sein.
 
Sprunggelenk

 
Historisches Rückblick: Konservative oder operative Therapie ??
Bis zur Mitte unseres Jahrhunderts wurden Kapselbandverletzungen am Sprunggelenk allenfalls mit elastischen oder unelastischen Verbänden behandelt. Nach 1950 wurde die Ruhigstellung im Unterschenkelgipsverband als Therapie der Wahl für das bandverletzte Sprunggelenk zunehmend durchgeführt. Knapp 20 Jahre später wurde dann eine zusätzliche operative Behandlung durch Kapselbandnaht empfohlen, so daß bis zum Ende der 80er Jahre unseres Jahrhunderts nahezu alle diagnostizierten Kapselbandverletzungen am äußeren oberen Sprunggelenk einer operativen Therapie mit anschließender Gipsruhigstellung zugeführt wurden.
Sowohl in Skandinavien als auch in den Vereinigten Staaten wurde bereits in dieser Zeit nur ausnahmsweise operativ vorgegangen. 1981 wurde der "adipromed Stabilschuh" als erste funktionelle Behandlungsmethode im deutschsprachigen Raum eingeführt. Im Anschluß daran wurde von verschiedenen Untersuchern der Wert der funktionellen gegenüber der Gipsnachbehandlung bei operativ versorgten Kapselbandverletzungen am Sprunggelenk herausgearbeitet. Erst 1988 wurde von ZWIPP die erste randomisierte und prospektive Studie vorgelegt, die gleichwertige Ergebnisse der rein konservativ-funktionellen Behandlung des bandverletzten äußeren Sprunggelenkes im Vergleich zur operativen Behandlungsform fand. Die Ergebnisse wurden mittlerweile von weiteren Untersuchern bestätigt.

 
 
Funktionelle Behandlung der Außenbandruptur
Die funktionelle Behandlung der Außenbandruptur setzt voraus, daß die Bandstümpfe während der Behandlungszeit (ca. 6 Wochen) allenfalls einer geringen Beanspruchung ausgesetzt werden. Jegliche Supination (Umknicken des Fußes nach außen) muß verhindert werden.
Die sich in diesem Fall entwickelnde Narbe ist im Vergleich zur Ruhigstellung im Gips wesentlich stabiler.
Wir empfehlen deshalb gundsätzlich, die frische, erstmalige Kapselbandruptur des äußeren oberen Sprunggelenkes, konservativ zu behandeln.
Nur im Einzelfall raten wir gelegentlich zu einer primär operativen Behandlung.

 
 
Konservatives Behandlungskonzept:
Konsequente Behandlungsdauer mind. 6 Wochen !!! - unabhängig von Schwellung und Schmerz
 
Kunststoffschiene Kunststoffschiene Kunststoffschiene

Kunstoff-Schiene nur mit Schuhen stabil, unter der Schiene Strümpfe tragen.
In Einzelfällen Tape-Verband. Der Tape-Verband wird vor allem im Bereich der Wiedereingliederung kapselbandverletzter Sportler in den Trainings- und Wettkampfprozeß genutzt. Zur durchgängigen Versorgung über mehrere Wochen eignet er sich nur bedingt, da er mehrfach gewechselt werden müßte und bei längerer Tragezeit häufig zu Hautproblemen führt.
Konsequentes Hochlagern des Beines mit Eisauflagen je nach Schwellung in den ersten Tagen.
Sofortige Mobilisation mit Schiene, das heißt gehen und belasten erlaubt, je nach Schmerzen und Schwellung.
Sportbeginn nach 6 Wochen (leichtes Lauftraining)
Kampfsportarten (z.B. Fußball) nach ca. 10 Wochen, eventuell unter Schutz mit Schiene.

  
 


 
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